Bad Flinsberg und Umgebung
im Isergebirge

Isergebirge – Allgemeine Informationen für Touristen

Orientierungskarte von Bad Flinsberg

Was erwartet dich auf dieser Seite?

Bad Flinsberg ist ein kleiner Kurort mit einem einzigartigen Mikroklima. Bekannt wurde er vor allem durch seine Radon-Mineralquellen, das Moor und die Verwendung von Fichtenzweigen als Heilmittel. Mehr erfahren.

Bad Schwarzbach, heute Czerniawa-Zdrój, liegt idyllisch am Fuße des Isergebirges und gehört zu den ältesten und zugleich kleinsten Kurorten des ehemaligen Sudetenlandes. Seit 1973 ist Czerniawa-Zdrój administrativ mit Świeradów-Zdrój (Bad Flinsberg) zu einem gemeinsamen Kur- und Erholungsort verbunden. Mehr erfahren.

Durch den Heufuder (Stóg Izerski) führen zahlreiche, meist gut ausgeschilderte Wander- und Radwege durch herrliche Fichtenwälder, Naturschutzgebiete und Moorlandschaften. Besonders schön ist es hier im Frühjahr und Herbst, wenn die Natur mit ihrem Farbenzauber begeistert. Mehr erfahren.

Die wichtigsten Naturschätze sind die mineralhaltigen Wässer mit Radon, Eisen, Fluor und Magnesium sowie die Fichten und das Moor. Mehr erfahren.

Es gibt zahlreiche Wanderwege rund um Bad Flinsberg. Die Strecken führen durch die wunderschöne Natur der nördlichen Hänge des Isergebirges – sowohl auf tschechischer als auch auf polnischer Seite. Mehr erfahren.

Offizielle Website des Kurorts
https://swieradowzdroj.pl/de/

Bad Flinsberg (Świeradów Zdrój) liegt in den Sudeten am Fuße des Isergebirges (Góry Izerskie) mit dem höchsten Berg Hinterberg 1127 m ü.d.M. (Wysoka Kopa). Aus dem Isergebirge fließen die Flüsse Iser (Izera), Queis (Kwisa) und Lausitzer Neiße (Nysa Łużycka).

Wetter in Bad Flinsberg

Die Landschaft des Isergebirges ist geprägt von weiten Tälern, sanften Hügeln und ausgedehnten Mooren, von denen die ältesten bis zu 10.000 Jahre alt sind. Sie befinden sich in den Naturschutzgebieten: "Torfowiska Doliny Izera", "Krokusy w Górzyniec", „Grądy koło Posady” und im Waldblumenreservat "Góra Zamkowa".

Isergebirge (Góry Izerskie)

Isergebirge. Auf dem Wanderweg

Isergebirge. Auf dem Wanderweg

Das Isergebirge (Góry Izerskie) ist ein Mittelgebirge an der polnisch-tschechischen Grenze. Es gehört zu den Westsudeten und verbindet das Zittauer Gebirge (Góry Żytawskie) in Deutschland mit dem Riesengebirge. Seinen Namen verdankt es dem Fluss Iser (Izera), der hier entspringt. Auch die Flüsse Queis (Kwisa) und Lausitzer Neiße (Nysa Łużycka), die auf einer Länge von fast 200 Kilometern die Grenze zwischen Polen und Deutschland bilden, haben hier ihre Quellen.

Mehr dazu

Der höchste Gipfel des Isergebirges ist die Grüne Koppe oder Hinterberg (Wysoka Kopa, 1.126 m ü. d. M.) im Hohen Iserkamm (Wysoki Grzbiet). Ebenfalls erwähnenswert ist der Heufuder (Izerski Stóg, 1.107 m), der von Bad Flinsberg aus mit einer modernen Gondelbahn erreichbar ist. In seiner Nähe erhebt sich auf tschechischer Seite der Grenzgipfel Fichtenberg (Smrek, 1.124 m ü. d. M.).

Wanderer sollten wissen, dass der Sudeten-Hauptwanderweg (Główny Szlak Sudecki) durch den Wysoki Grzbiet (Hoher Iserkamm) verläuft. Mit einer Gesamtlänge von 444 km führt er auf einer 12 km langen Etappe auch durch das Isergebirge.

Bad Flinsberg im Isergebirge

Das Reisebuch Bad Flinsberg im Isergebirge und vieles mehr erzählt von den Reizen und Attraktionen dieses bekannten Kurortes. Der Kurort blickt auf eine lange Heiltradition mit Radon, Moor und der majestätischen Fichte zurück.

 Bad Flinsberg im Isergebirge und vieles mehr
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Dieser Reiseführer widmet sich den Sudeten, dem Isergebirge und dem Riesengebirge und lüftet ihre Geheimnisse. Er führt uns auf Wanderwegen zu Burgen, Museen und anderen interessanten Orten. Das Buch richtet sich an Touristen, Wanderer, Radfahrer, Erholungssuchende und alle, die diese schöne Gegend erkunden möchten. An vielen Stellen begleitet uns der kleine Hund York Fafik, der oft zum stillen Helden der beschriebenen Abenteuer wird.

Pressemittelungen

Kurort Bad Flinsberg

Bad Flinsberg ist ein kleiner Kurort mit einem einzigartigen Mikroklima. Bekannt wurde er vor allem durch seine Radon-Mineralquellen, das Moor und die Verwendung von Fichtenzweigen als Heilmittel. Darüber hinaus enthalten die Quellen große Mengen an Schwefel, Fluor und Hydrogencarbonat, die sich günstig auf Atemwege, Haut und Kreislauf auswirken. Schon im 14. Jahrhundert nutzte man das Wasser gegen verschiedene Beschwerden, doch erst im 18. Jahrhundert wurden seine heilenden Eigenschaften wissenschaftlich untersucht. Die ersten Kuren fanden bereits 1738 statt. Zahlreiche Hotels und Kliniken haben sich hier auf die Behandlung von Erkrankungen wie Rheuma, Gelenkentzündungen und Atemwegsleiden spezialisiert. Unterstützt werden die Therapien durch natürliche Heilmittel: das Wasser der Mineralquellen, Moor aus dem Isergebirge sowie Rinde und Nadeln der Fichte. Das besondere Mikroklima wird durch Fallwinde, ausgedehnte Fichtenwälder und den geringen Radongehalt der Luft geprägt. Es wirkt mäßig reizend und zieht vor allem Kurgäste an.

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Die Stadt gliedert sich in zwei Teile: den unteren Abschnitt entlang des Queis (Kwisa) und das obere Kurviertel mit Kurstraße, Kurpark und dem eindrucksvollen Kurhaus, das durch eine hölzerne Wandelhalle mit Terrassen ergänzt wird. Neben den Kureinrichtungen bietet Bad Flinsberg vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Wanderwege, Skipisten und Radstrecken laden ebenso ein wie kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten. Für das leibliche Wohl sorgen Cafés und Restaurants, während kleine Geschäfte typische Urlaubssouvenirs anbieten. In den folgenden Kapiteln möchte ich die meiner Meinung nach interessantesten Orte in Bad Flinsberg (Świeradów-Zdrój) vorstellen und näher auf die hier praktizierten Behandlungen eingehen. Erwähnenswert ist auch, dass die Stadt zugleich eine Gemeinde der Woiwodschaft Niederschlesien im Landkreis Lubań ist und heute rund 4.000 Einwohner zählt. Doch bevor wir unsere Erkundung beginnen, lohnt sich ein Blick auf ihre faszinierende Geschichte.

Kurhaus in Bad Flinsberg

Dom Zdrojowy - Kurhaus

Bad Flinsberg (Świeradów) Kurhaus

Das Kurhaus Dom Zdrojowy gehört zu den faszinierendsten architektonischen Attraktionen der Stadt. Schon von weitem zieht es mit seiner imposanten Erscheinung die Blicke auf sich und gilt als echtes Wahrzeichen der Stadt. Errichtet wurde es auf den Fundamenten des 1781 erbauten Brunnenhauses, das am 14. Dezember 1895 einem Brand zum Opfer fiel. In den Jahren 1896–1899 entstand es auf Initiative der Familie Schaffgotsch nach den Plänen des bekannten Breslauer Architekten Karl Grosser neu und empfing noch im Jahr 1899 die ersten Gäste. Der Wiederaufbau verschlang eine halbe Million Mark, über 600 Arbeiter waren daran beteiligt.

Etwas mehr

Die Anlage besteht aus zwei Gebäuden, die durch eine Wandelhalle miteinander verbunden sind. Nach dem Umbau befanden sich im Erdgeschoss Spiel-, Musik- und Tanzsäle, während die Obergeschosse 70 luxuriöse Gästezimmer boten. Die Innenräume wurden mit Gemälden des Malers Kayser-Eichberg sowie mit Skulpturen von Willborn und Giesecke ausgestattet. Die malerische Silhouette des Bauwerks wird durch den imposanten, 46 Meter hohen Uhrturm geprägt. Besondere Anziehungskraft verleiht ihm zudem die mit 80 Metern längste Wandelhalle aus Lärchenholz in Niederschlesien. Dort finden sich kunstvolle Pflanzenpolychrome, Glasfenster und das Wappen der Familie Schaffgotsch, das über der Bühne angebracht ist und bis heute zu den Attraktionen von Świeradów-Zdrój zählt. Im Jahr 1970 wurde das Gebäude erneut von einem Brand heimgesucht, der Teile des vierten Stockwerks zerstörte. Die Renovierung und Modernisierung konnte 1975 abgeschlossen werden. Vor dem Kurhaus liegen zwei jeweils 160 Meter lange Terrassen, die den Eingang zum Kurpark bilden. Heute besteht die Einrichtung aus zwei Gebäuden mit über 250 Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel-, Doppel-, Drei- und Vierbettzimmern sowie Appartements. Alle Zimmer sind mit Telefon, Fernseher, Kaffee- und Teekocher sowie WLAN ausgestattet. In der Nähe befindet sich ein gebührenpflichtiger, bewachter Parkplatz, der rund um die Uhr geöffnet ist. Das Haus ist barrierefrei eingerichtet. Ein Teil der Kuranwendungen wird im Hauptgebäude durchgeführt, ein anderer in einem separaten, über einen Verbindungsgang angeschlossenen Trakt, in dem sich auch ein Fitnessraum befindet. Das hauseigene Spa verfügt über ein Schwimmbad, Räume für Wasserbehandlungen, mehrere Whirlpools und Massageräume. Im Hauptgebäude können zudem Kosmetikprodukte und Moorbäder erworben werden. Weitere Attraktionen sind exotische Pflanzen, eine künstliche Grotte sowie die Aussichtsterrasse am Uhrturm.

Wandelhalle in Bad Flinsberg

Wandelhalle in Bad Flinsberg

Die längste Wandelhalle Niederschlesiens aus Lärchenholz

Die heutige Wandelhalle (Hala Spacerowa) wurde 1898 gemeinsam mit dem angrenzenden Kurhaus eröffnet. Sie ersetzte das durch einen Brand zerstörte alte Kurhaus, das auch Brunnen- oder Quellenhaus genannt wurde. Das Bauwerk ist einzigartig und von besonderem Reiz. Mit einer Länge von 80 Metern sowie einer Höhe und Breite von jeweils 10 Metern gilt sie als die längste Wandelhalle in Niederschlesien und im Sudetenland.

Ihre Dimensionen laden Kurgäste

Ihre großzügigen Dimensionen laden Kurgäste zu entspannten Spaziergängen ein, bei denen es vieles zu entdecken gibt. Im Inneren finden sich Geschäfte, Konditoreien und Cafés. Besonders beliebt ist das traditionsreiche Café Bohema, doch auch andere Häuser genießen einen guten Ruf.Direkt am Eingang befindet sich eine Trinkhalle, in der man Heilwasser kosten kann, das unter anderem Radon und Eisen enthält und durch seinen charakteristischen Geschmack auffällt. Die Wandelhalle selbst ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk mit reichen Verzierungen, pflanzlichen Polychromien und farbigen Glasfenstern. Ihre Konstruktion und das Dach bestehen aus Lärchenholz. Im Zentrum befindet sich eine Bühne, über der das Wappen der Familie von Schaffgotsch prangt – jener Familie, die den Kurort einst gründete und besaß. Auf dieser Bühne finden regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen statt. Zu den besonderen Blickfängen zählen farbenprächtige Glasmalereien und eine Quelle mit Heilwasser. Von der Halle aus gelangt man direkt zum Kurhaus und kann sich vor dessen Haupteingang auf zahlreichen Bänken niederlassen, um die heitere Atmosphäre des Ortes zu genießen.

Kurpark (Park Zdrojowy)

Im Kurpark

Kurpark (Park Zdrojowy)

Der erste Park in Bad Flinsberg wurde 1872 im Zentrum des Kurortes angelegt. Neben Spazierwegen entstanden auch Bänke und Tische für die Kurgäste. Mit dem Wiederaufbau des Kurhauses im Jahr 1898 erhielt der Park ein neues Gestaltungskonzept. Der Architekt Karl Grosser teilte ihn in mehrere Bereiche.

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Unmittelbar beim Kurhaus erwartet uns ein repräsentatives Ensemble aus Terrassen, Treppen, Rampen und Stützmauern an den Hängen. Später wurden hier das Kurmuseum und eine künstliche Grotte hinzugefügt. Der südliche Teil des Parks wurde vor allem als Freizeitbereich genutzt und bot Platz für einen Volleyballplatz sowie zahlreiche Sitzgelegenheiten. Der nördliche Parkabschnitt wurde hingegen als ruhiger Spazierbereich mit kleinen, teilweise abgeschiedenen Plätzen angelegt. Bei einem Rundgang kann man den alten Baumbestand, die Brunnen und die abwechslungsreiche Vegetation bewundern. Zwischen Blumen, Sträuchern und exotischen Gehölzen laden stilvolle Bänke zum Verweilen ein. Von hier aus genießt man zugleich den Blick auf die historischen Gebäude und die mit Radon angereicherte Luft. Im Schatten der Bäume findet man Momente der Entspannung und kann den Alltag für kurze Zeit vergessen. Auch unser Hund York Fafik fühlt sich hier wohl und knüpft beim Spazierengehen gerne Kontakt zu anderen Vierbeinern.

Heilwasser aus der Tiefe - die Trinkschalen

Trinkschalen für Damen und Herren

Trinkschalen für Damen und Herren

Bei einem Spaziergang durch den Kurpark fallen sofort die Geräte auf, aus denen Wasser fließt. Es handelt sich um die sogenannten Trinkschalen im zentralen Teil des Parks nahe der Zdrojowa-Straße. Hier sprudeln die Mineralwasserquellen, die Touristen und Kurgästen kostenlos zur Verfügung stehen.

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Ihr besonderes Merkmal ist das einzigartige, selbstanregende System, das ohne externe Pumpen funktioniert. Herzstück des gesamten Mechanismus ist der CO₂-Gasabscheider. Die Trinkschalen sind mit einer Heilwasserquelle verbunden, die sich in der Mineralwassertrinkhalle neben dem Haupteingang der Wandelhalle befindet. Schmuckvolle Figuren schmücken die Brunnen: der Gott Flins sowie eine Dame und ein Herr in Kostümen des 19. Jahrhunderts. Laut den Inschriften soll das Wasser aus dem Brunnen der Dame gegen Migräne helfen, während das Wasser aus dem Brunnen des Herrn die Männlichkeit stärkt.

Springbrunnen mit vier Fröschen

Springbrunnen mit vier Fröschen

Die Frösche gelten als Symbole für Gesundheit, Reichtum, Glück und Liebe.

Zwischen dem Kurpark und der Fußgängerzone befindet sich ein eindrucksvoller Springbrunnen mit vier Fröschen – dem Wahrzeichen von Bad Flinsberg, das man an vielen Stellen der Stadt entdecken kann. Die Tiere sitzen auf einem kunstvoll gestalteten Brunnenbecken, aus dem bewegte Wasserstrahlen emporsteigen. Die Frösche gelten als Symbole für Gesundheit, Reichtum, Glück und Liebe. Wer sich etwas wünscht, braucht nur den „richtigen“ Frosch zu berühren – so will es die Legende. Kein Wunder also, dass die Figuren inzwischen vom vielen Streicheln blank poliert sind.

Fußgängerzone - Ulica Zdrojowa

Entlang der Zdrojowa-Straße laden Trinkschalen mit dem Heilwasser sowie ein Springbrunnen mit Fröschen zum Verweilen ein.

Die Zdrojowa-Straße wurde 2014 grundlegend modernisiert und in eine Fußgängerzone umgewandelt.

Die Zdrojowa-Straße wurde 2014 grundlegend modernisiert und in eine Fußgängerzone umgewandelt. Die Promenade erhielt eine neue, stilvolle Beleuchtung und beeindruckende Lichteffekte, die besonders am Abend für ein stimmungsvolles Ambiente sorgen. Entlang der Promenade und in den angrenzenden Straßen finden sich zahlreiche Geschäfte und Boutiquen sowie Cafés, Eisdielen, Konditoreien, Bäckereien, Restaurants und Bierstuben. Überdachte Tische mit Sonnenschirmen schaffen die typische Atmosphäre einer Kurpromenade. Entlang der Zdrojowa-Straße laden Trinkschalen mit dem Heilwasser sowie ein Springbrunnen mit Fröschen zum Verweilen ein.

Pfarrgemeinde St. Josef

Pfarrgemeinde St. Josef in Bad Flinsberg

Bad Finsberg - Pfarrgemeinde St. Josef

Bei einem Spaziergang durch das malerische Bad Flinsberg stößt man unweigerlich auf die St.-Josefs-Kirche, die in unmittelbarer Nähe des Kurparks liegt. Sie vereint auf einzigartige Weise eine denkmalgeschützte Kapelle aus dem 18. Jahrhundert mit moderner Architektur des 20. Jahrhunderts. Am Eingang informieren zweisprachige Tafeln über die Geschichte des Gotteshauses – sie dienten mir als eine der Hauptquellen bei der Arbeit an diesem Buch. Allen Interessierten sei ein Besuch dieser besonderen Kirche wärmstens empfohlen.

Aussichtsturm Sky Walk

Sky Walk in Bad Flinsberg

Der Aussichtsturm Sky Walk

Der Aussichtsturm Sky Walk in Bad Flinsberg ist eine neue Einrichtung, die sich bereits zu einer Attraktion entwickelt hat. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge und die Stadt. Der Turm mit dem Weg in den Wolken ist 60 Meter hoch und einer der höchsten in Polen. Ich muss zugeben, dass es manchmal etwas anstrengend war, den Weg entlang zu gehen und nach unten zu schauen. Auf der obersten Plattform gibt es ein Netz, aber ich habe es nicht mehr betreten. Eine spezielle Rutsche führt über 100 Meter nach unten.

Bad Schwarzbach (Czerniawa Zdrój)

Bad Schwarzbach, heute Czerniawa-Zdrój, liegt idyllisch am Fuße des Isergebirges, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien. Es gehört zu den ältesten und zugleich kleinsten Kurorten des ehemaligen Sudetenlandes. Bis 1945 trug es den deutschen Namen Bad Schwarzbach, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Polen zugesprochen. Seit 1973 ist Czerniawa-Zdrój administrativ mit Świeradów-Zdrój (Bad Flinsberg) zu einem gemeinsamen Kur- und Erholungsort verbunden. Abseits der großen Verkehrswege, nur über Landstraßen erreichbar, bietet der Ort ein mildes Klima, eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft und vor allem heilkräftige Mineralquellen.

Teufelsmühle (Czarci Młyn)

Die Teufelsmühle (Czarci Młyn) in Bad Schwarzbach

Teufelsmühle (Czarci Młyn)

Ein weithin bekanntes Bauwerk in Bad Schwarzbach (Czerniawa-Zdrój) ist die Wassermühle Teufelsmühle (Czarci Młyn) aus der Zeit um 1890. Ihre Grundausstattung ist noch original erhalten, und die Mühle gilt heute als bedeutendes Industriedenkmal, das für die Bauweise der Lebensmittel- und Agrarindustrie im Isergebirge typisch ist. Charakteristisch ist die Verbindung von Produktionsräumen – Mühle, Bäckerei und Konditorei – mit Wohnräumen.

Aussichtsturm Dresslerberg (Czerniawska Kopa)

Auf dem Wanderweg zum Aussichtsturm Dresslerberg

Auf dem Wanderweg zum Aussichtsturm Dresslerberg

Auf den Dresslerberg (Czerniawska Kopa) führen mehrere Wanderwege, darunter auch einer von Bad Schwarzbach aus. Als Ausgangs- und Orientierungspunkt bietet sich die Heilwasserquelle „Jan” (Johannes) an. Von diesem Startpunkt aus führt der schwarze Wanderweg bis zum Sattel unterhalb des Dresslerbergs. Von dort weiter nach links geht es mit dem grünen Wanderweg. Schließlich erscheint ein hölzerner Aussichtsturm. Neben dem Turm wurden ein Ruhebereich und Fahrradständer errichtet, vermutlich wegen des nahe verlaufenden Single-Track-Radwegs. Während der Wanderung, die hauptsächlich durch den Wald führte, konnte man im Osten den Heufuder (Stóg Izerski) erkennen, der durch seinen Fernmeldemast leicht auszumachen ist.

Johannesquelle (Źródło Jan)

Johannesquelle (Źródło Jan) in Bad Schwarzbach

Zwischen dem Kurhaus und dem Bach Czarny Potok liegt ein Brunnen mit Heilwasser

In Bad Schwarzbach (Czerniawa-Zdrój) in der Sanatoryjna-Straße, der Hauptstraße des Ortes, zwischen dem Kurhaus und dem Flussbett des Czarny Potok liegt ein Brunnen mit Heilwasser, das auf natürliche Weise mit CO₂ (Kohlendioxid) angereichert ist. An dieser Stelle befindet sich auch das Bohrloch „Jan 2“, das eine beeindruckende Tiefe von 197,2 Metern erreicht und das mineralische Heilwasser fördert, das die Basis für die therapeutischen Anwendungen in Bad Schwarzbach bildet. Das speziell angefertigte Gerät besteht aus einem Glasrohr, eingebettet in ein Glas-Holz-Gehäuse, das die Beobachtung des aus dem Wasser entweichenden Kohlendioxids ermöglicht.

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Der Holzpavillon, der den Separator überdacht, greift die typische Architektur der Lausitz-Region auf. Gekrönt wird das Ensemble von einer Mädchenfigur, die an die Tradition von Bad Schwarzbach als Kinderkurort erinnert. Das Trinken des Mineralwassers aus dieser Quelle senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel und unterstützt die Ausscheidung von Schwermetallen aus dem Körper. Früher wurden in Czerniawa vor allem Kinder aus Industriegebieten behandelt, insbesondere bei Erkrankungen der oberen Atemwege oder bei Bronchialasthma. Bei meinen Spaziergängen mit unserem Hund York Fafik konnte ich es mir nicht verkneifen, selbst ein paar Schlucke dieses wohlschmeckenden und gesunden Wassers zu trinken. Vor jedem Ausflug in die Berge füllte ich meine Trinkflasche mit diesem besonderen Wasser.

Heufuder (Stóg Izerski)

Der Berg Heufuder ist ein beliebtes Ausflugsziel in Bad Flinsberg. Durch den Heufuder (Stóg Izerski) führen zahlreiche, meist gut ausgeschilderte Wander- und Radwege durch herrliche Fichtenwälder, Naturschutzgebiete und Moorlandschaften. Besonders schön ist es hier im Frühjahr und Herbst, wenn die Natur mit ihrem Farbenzauber begeistert. Auf dem Gipfel des Heufuders steht eine Rundfunk- und Fernsehstation, die den Berg weithin sichtbar macht. So konnte ich bei meiner Wanderung auf den Dresslerberg (Czerniawska Kopa) die Lage des Heufuders problemlos von unterwegs erkennen.

Mit der Gondelbahn

SKI & SUN Gondolbahn auf den Heufuder

SKI & SUN Gondelbahn wurde 2008 gebaut

Eine der größten Attraktionen nicht nur in Bad Flinsberg (Świeradów-Zdrój), sondern im gesamten Isergebirge ist die Gondelbahn auf den 1.105 m hohen Heufuder (Stóg Izerski). Die Bahn wurde 2008 gebaut und am 10. Januar 2009 in Betrieb genommen. Sie ist ganzjährig geöffnet und dient im Winter den Skifahrern und im Sommer den Wanderern sowie Mountainbikern. 71 geschlossene Kabinen mit je acht Sitzen sind auch für Menschen mit Behinderungen geeignet. Aus den Kabinen bietet sich ein herrlicher Blick auf das Panorama des Isergebirges. Die Talstation befindet sich auf einer Höhe von 617 m ü.d.M. In der Nähe gibt es zahlreiche Parkplätze und Sportausrüstungsverleihe wie Skier und Fahrräder.

Auf dem Heufuder

Auf dem Heufuder Wanderwege

Heufuderbaude auf dem Heufuder und Wanderwege

Die Gondelbahn auf den Heufuder (Stóg Izerski) ist eine Attraktion für sich. Sogar unser Hund York Fafik konnte seine Ängste überwinden und nahm mit großem Interesse aktiv an der Gondelfahrt teil. Das Ein- und Aussteigen war für ihn stressig, aber oben angekommen wurde er sofort von einem ihm unbekannten Duftbouquet empfangen, das er ausgiebig zu analysieren versuchte. Auf dem Heufuder lohnt es sich, eine Weile zu verweilen. Es ist ein interessanter Ort, von dem aus mehrere Wanderwege in verschiedene Richtungen führen.

Aussichturm auf Tafelfichte (Smrek)

Aussichturm auf Tafelfichte (Smrek)

Aussichturm auf Tafelfichte (Smrek)

Die bereits von mir erwähnte Heufuderbaude auf dem Heufuder (Stóg Izerski) dient als Ausgangspunkt für viele Wanderungen im Isergebirge. Eine meiner Lieblingsrouten führt auf den Gipfel des Smrek. Der Weg selbst ist sehr malerisch und führt über die Staatsgrenze. Normalerweise ist er stark frequentiert. Hier treffen Touristen verschiedener Nationalitäten aufeinander, und der Weg verläuft oft parallel zu einem Radweg. Die Tafelfichte (tsch. Smrk) ist der höchste Berg im tschechischen Teil des Isergebirges. Die Gipfelkuppe der Tafelfichte besteht aus einer ausgedehnten Ebene, auf der sich zwei Spitzen mit einer Höhe von 1 124 m und 1 123 m befinden. Auf dem höheren der beiden Gipfel steht ein Aussichtsturm, der im September 2003 eröffnet wurde. Es handelt sich um eine 20 m hohe Stahlkonstruktion. Im unteren Teil des Turms gibt es einen Aufenthaltsraum, in dem man bei schlechtem Wetter Schutz finden kann.

👉 Kur- und Therapieangebote in Bad Flinsberg

Bad Flinsberg (Świeradów-Zdrój) ist ein traditionsreicher Kurort mit über 250 Jahren Geschichte. Bekannt ist die Region für ihre natürlichen Heilmittel wie radonhaltiges Mineralwasser, Moor und das heilklimatische Fichtenwaldklima.

Die Mineralquellen enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Radon, Eisen, Fluor und Magnesium. Insgesamt stehen elf Heilquellen mit unterschiedlichen Wirkungen zur Verfügung. Besonders kohlensäurehaltige Wässer fördern die Durchblutung und senken den Blutdruck – eine Spezialität, für die auch das in den Zentralsudeten gelegene Bad Kudowa (Kudowa Zdrój) bekannt ist.

Zum Einsatz kommen Trinkkuren, Bäder, Inhalationen sowie therapeutische Wickel und Spülungen. Diese Anwendungen regen den Stoffwechsel an, fördern die Verdauung und können den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen.

Radontherapie in Bad Flinsberg

Kurpark in Bad Schwarzbach (Czerniawa-Zdrój)
Der Kurpark in Bad Schwarzbach.

Bad Flinsberg (Świeradów-Zdrój) und Bad Schwarzbach zählen zu den wenigen Radonheilbädern Europas. Grundlage ist radonhaltiges Mineralwasser aus dem Isergebirge sowie das besondere Reizklima.

Radon-222 wird in niedriger Dosierung eingesetzt und kann Stoffwechsel, Nervensystem und Durchblutung positiv beeinflussen.

Typische Anwendungen sind Radonbäder, Inhalationen und Trinkkuren. Häufig wird die Therapie mit der Moortherapie oder der Krenotherapie kombiniert.

Moortherapie in Bad Flinsberg

Bach im Isergebirge nahe Bad Flinsberg
Ein Bach im Isergebirge

Moor (Borowina) ist ein natürlicher Torf und ein bewährtes Heilmittel der Kurmedizin. Es wird vor allem für Bäder, Umschläge und Kompressen eingesetzt.

Die Moortherapie wirkt über intensive Tiefenwärme, fördert die Durchblutung und entspannt Muskeln und Gelenke.

Häufig wird sie mit der Radontherapie oder Fichtenbehandlungen kombiniert.

Fichtenbehandlungen in Bad Flinsberg

Wanderweg im Fichtenwald im Isergebirge bei Bad Flinsberg
Auf dem schwarzen Wanderweg

Fichtennadeln und Rinde enthalten ätherische Öle und werden in der Kurmedizin vor allem für Bäder genutzt. Sie wirken durchblutungsfördernd und regenerierend.

Die Anwendungen werden häufig bei Atemwegs- und rheumatischen Beschwerden eingesetzt und wirken zusätzlich beruhigend.

In Kombination mit der Moortherapie oder der Trinkkur entfalten sie ihre Wirkung besonders effektiv.

Krenotherapie in Bad Flinsberg

Mineralwasserquelle in der Wandelhalle von Bad Flinsberg
Die Wasserquelle in der Wandelhalle

Die Krenotherapie (Trinkkur) nutzt mineralhaltiges Heilwasser zur Unterstützung von Stoffwechsel, Verdauung und Kreislauf.

Die Anwendung erfolgt über mehrere Wochen und wird individuell angepasst.

Sie wird häufig mit der Radontherapie, Moortherapie oder anderen Kuranwendungen kombiniert.

Wanderwege in Bad Flinsberg

Es gibt zahlreiche Wanderwege rund um Bad Flinsberg. Sie sind sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Wanderer geeignet. Die Strecken führen durch die wunderschöne Natur der nördlichen Hänge des Isergebirges, und zwar sowohl auf tschechischer als auch auf polnischer Seite. Hier werden nur einige davon kurz beschrieben - nur als kleinr Impuls. Sonsts lese mein Buch über Bad Flinsberg.

Geierstein (Sępia Góra)

Der Geierstein bietet einen malerischen Panoramablick auf das Isergebirgsvorland.

Der Geierstein bietet einen malerischen Panoramablick auf das Isergebirgsvorland.

Der Geierstein (Sępia Góra) erhebt sich direkt über Bad Flinsberg. Ein Aufstieg lohnt sich, um die herrliche Aussicht auf das Isergebirge, das Lausitzer Gebirge, das Isergebirgsvorland, das Hirschberger Tal (Kotlina Jeleniogórska) und das Riesengebirge zu genießen.

Erfahre mehr...

Mit einer Höhe von 828 m ü. d. M. ist der Geierstein einer der höchsten Gipfel des Zackenkamms (Kamienicki Grzbiet) und zählt zu den touristischen Attraktionen entlang der Route „Auf den Spuren der Isergeheimnisse“. Der Name des Berges leitet sich von seiner Form ab. An den entsprechend markierten Felsen kann man klettern und fast alle Eroberer dieses kleinen Gipfels machen davon Gebrauch. Warum? Ganz einfach: Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf Bad Flinsberg und die umliegenden Berge. Der Geierstein ist der westlichste Gipfel des Zackenkamms (Kamienicki Grzbiet) und bietet einen malerischen Panoramablick auf das Isergebirgsvorland.

Hauptsudetenwanderweg

Hauptsudetenwanderweg - Główny Szlak Sudecki

Hauptsudetenwanderweg - Główny Szlak Sudecki

Der nach Mieczysław Orłowicz benannte Hauptsudetenwanderweg (Główny Szlak Sudecki) beginnt in Bad Flinsberg neben der Kulturstation und endet in Prudnik. Seine Länge beträgt 440 km und ein kleiner Teil dieses Weges führt durch das Isergebirge und verbindet Bad Flinsberg (Świeradów-Zdrój) mit dem Heufuder (Stóg Izerski). Der Weg führt weiter und überschreitet die Grenzen anderer Gebirgsketten. So führt er unter anderem nach Schreiberhau (Szklarska Poręba), über die Große Iserwiese (Hala Izerska), den Weißstein (Biały Kamień) und den Hochstein (Wysoki Kamień). Man sollte diese Gelegenheit nutzen und zumindest einen Teil der Route wandern, um dieses Naturerlebnis zu genießen.

📚 Mit dem Rucksack auf der Route der Adlerhorste

Mit dem Rucksack auf der Route der Adlerhorste
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Das Reisebuch "Mit dem Rucksack auf der Route der Adlerhorste" (Geheimnisse des Krakau-Tschenstochauer Juras) ist mehr als nur ein Reisebericht. Es ist eine Einladung, sich selbst auf den Weg zu machen. Auf der rund 165 Kilometer langen Strecke durch den Krakau-Tschenstochauer Jura folgt der Autor der historischen Burgenlinie zwischen Krakau und Tschenstochau. Mittelalterliche Festungen, markante Kalksteinformationen und weite Jurahochflächen prägen diese Landschaft, die seit Jahrhunderten Kultur- und Naturraum zugleich ist.

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Das Buch verbindet das unmittelbare Erleben der Wanderung mit historischen Hintergründen, kulturellen Einordnungen und persönlichen Reflexionen. Es ist chronologisch aufgebaut, begleitet die Route Schritt für Schritt und beschreibt Sehenswürdigkeiten ebenso wie die Eindrücke unterwegs. Reich bebildert mit Fotografien lädt es dazu ein, diese besondere Wanderroute nicht nur zu lesen, sondern gedanklich mitzuwandern.