Die lebendige Stadt Rendsburg liegt im Herzen des Landes Schleswig-Holstein am Nord-Ostsee-Kanal und dem längsten Fluss Schleswig-Holsteins, der Eider. Heute ist sie Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

Ich besuche Rendsburg relativ oft und finde hier immer etwas Neues und Interessantes. Beim Fotografieren dieser Stadt hätte ich fast vergessen, dass es hier zwei sehr interessante Kommunikationsobjekte befinden, die weithin bekannt sind. Es ist eine lange Eisenbahnbrücke über die Stadt und ein langer Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Ich werde versuchen, mein Bericht um diese Elemente zu erweitern.

Der „Kaiser-Wilhelm-Kanal“ wurde im Jahre 1895 eröffnet. Dadurch hatte man die Eider bis Rendsburg schiffbar gemacht und damit eine 180 km lange Verbindung zwischen Kiel und Tönning geschaffen.

Jedoch für die immer größer werdenden Kriegsschiffe war diese Wasserstraße ungeeignet. Aus dem Grund ließ Kaiser Wilhelm II. vor allem für seine Kriegsflotte den „schnellen“ Nord-Ostsee-Kanal erbauen – das bis dato größte Tiefbauwerk Deutschlands.

Jetzt ist alles viel mehr modern geworden. Es gibt eine Nord-Ostsee-Kanal-Route für Radfahrer, die über 325 km führt und bietet eine Radreise zwischen Nord- und Ostsee an.

Der Nord-Ostsee-Kanal verkürzt den Schiffen den langen
und mitunter recht stürmischen
Über den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) verkehren wechselseitig zwischen Nobiskrug und Schacht Audorf zwei Kanalfähren. Der NOK ist eine künstliche Wasserstraße - die Überfahrt ist daher aufgrund einer kaiserlichen Verordnung kostenfrei. So sind Entlang des Kanals sind insgesamt 14 Fähren im Einsatz, die Tag und Nacht Autos, Fahrräder und Fußgänger von einem zum anderen Ufer befördern.
Ende des 17. Jahrhunderts entschloss sich König Christian V. aus der kleinen befestigten Inselstadt Rendsburg die größte Festung Dänemarks auf dem Festland zu machen. Ein Bollwerk entlang der Eider sollte Dänemark gegen die drohenden Schweden schützen. Friedrichsort im Osten und Rendsburg im Westen bildeten den Grund dieser Strategie.

Die im 13. Jahrhundert entstande Altstadt liegt auf der ehemaligen Insel. Die immer noch erkennbare mittelalterliche Altstadt wird von der eindrucksvollen St. Marienkirche und dem alten Rathaus am Altstädter Markt dominiert.

Heute sind es noch viele alte Häußer in der Altstadt geblieben. Es sind auch neue architektonische Elemente entsanden. Das macht die Stimmung der Alstadt noch angenehmen und bewirkt, dass viele Menschen hierher zum Besuch kommen.

Die alten Gebäude haben oft auch eine Funktion gefunden, wie das Heilig-Geist-Hospital. Es wurde 1760 als hinterer Bauteil einer Kasernenanlage erbaut und heute bifindet sich dort eine Seniorenwohnanlage.

Die Anlage grenzt an den Schlossplatz, auf dem der Wochenmarkt stattfindet. In Sichtweite befindet sich der Obereiderhafen. Die Wasserkante ist in wenigen Minuten sehr gut erreichbar.

Am Paradeplatz, der im Zuge des Festungsbaus 1690 entstand, stehen viele bedeutsame Bauten. Allen voran die Christkirche, die frühere Garnisonskirche (1694/1700), die auf Wunsch des dänischen Königs so ausgelegt wurde, dass die gesamte Garnison - etwa 2000 Personen - darin Platz finden konnte. Der König nahm bei seinen Besuchen in Rendsburg im „Königsstuhl" am Gottesdienst teil.

Im Jahr 1286 gab es in Rendsburg einen großen Brand, bei dem ein großer Teil der Stadt zerstört wurde. Aus dem Grund hatte man ein Jahr später die Entscheidung getroffen, eine neue Kirche aus Ziegelstein auf dem höchsten Punkt der Insel zu bauen. Die neue St. Marien Kirche wurde im Laufe der Zeit ständig ausgebaut. Der Turm mit den Seitenkapellen entstand erst über 150 Jahre später.

Die wunderschönen Deckenmalereien, das Taufbecken und die Kreuzgruppe an der Ostwand des Seitenschiffs datieren noch aus der vorreformatorischen Zeit. Der Altar, der fast ganz aus Holz besteht, kommt aus dem Jahr 1649 und die Kanzel aus dem Jahr 1621. Der auffallendste Schmuck in der Kirche ist die Fülle großer Epitaphien. Sie spiegeln die Kunst- und Kulturgeschichte von der Mitte des 16. bis weit ins 18. Jahrhundert wider und fesseln den Betrachter durch ihre Vielfalt und Schönheit. Bei Führungen kann zusätzlich der Turm mit dem imposanten Glockenstuhl und den fünf riesigen Glocken „erklommen“ werden.

Das Alte Rathaus wurde in seiner ursprünglichen Form 1560 erbaut und gehört somit zu den ältesten Gebäuden der Stadt. In diesem Gebäude wurde Geschichte geschrieben und es musste viel überstehen. Vom charakteristischen Treppengiebel des Alten Rathauses lässt ein modernes Glockenspiel alle zwei Stunden eine Volksmelodie über den Altstädter Markt erschallen. Dann versammeln sich Passanten und Touristen und lauschen beim Eisessen dem Klang der Glocken.

Der charakteristische Treppengiebel mit seinem modernen Glockenspiel wurde erst bei Restaurierungsarbeiten um die Jahrhundertwende geschaffen. Der über viereinhalb Jahrhunderte alte Bau dient heute zum einen als Repräsentationsbau und zum anderen werden hier die Beschlüsse der Stadtpolitik erarbeitet und im ehrwürdigen Ratssaal wird darüber abgestimmt. Ebenso können sich hier Brautpaare in ehrwürdiger Umgebung das Jawort geben.


Wir haben unsere besondere Aufmerksamkeit auf zahlreiche und sehr originalgetreue Modelle von Schiffen und Großseglern gerichtet. Natürlich erfordert die Position des Steuermanns am Ruder und verschiedener Navigationsinstrumente große Konzentration. Für Liebhaber der klassischen Seemalerei mit Motiven von Segelschiffen, Meer und Stürmen bietet dieses Museum auch ein interessantes Angebot. Leider konnten wir das diesem Thema gewidmete Archiv nicht besuchen, da es an diesem Tag geschlossen war.

Das Jüdische Museum Rendsburg gehört zu den ältesten jüdischen Museen in Deutschland. In Schleswig-Holstein ist es der einzige Ort, der umfassend über die Geschichte und Kultur der Juden im Land informiert. Das bedeutende historische Bauensemble umfasst die 1844/45 errichtete ehemalige Synagoge mit einer original erhaltenen Mikwe und die unmittelbar angrenzende einstige Talmud-Tora-Schule aus dem frühen 19. Jahrhundert.

In drei großen Dauerausstellungsbereichen vermittelt das Museum die Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein, die jüdische Religion und Identität sowie Kunst von jüdischen Verfolgten des Nazi-Regimes. Sonderausstellungen zu jüdischer Kultur und Geschichte sowie Konzerte, Vorträge und andere Veranstaltungen runden das Programm des Hauses ab.

Das jetztige Theatergebäude wurde ursprünglich im Jahr 1901 als Stadthalle errichtet. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude nur noch als Theater genutzt.

Deswegen wurden steigende Sitze eingebaut, die gesamte Technik erneuert und ein Kulissenaufzug angebaut. Das prächtige Theatergebäude stellt immer noch eine große Attraktion im Stadtbild dar.

Die "Blaue Linie" ist eine Linie auf Wegen und Gehwegen, die entlang der 3,2 km langen Route zu 30 kulturellen und historischen Objekten führt. Die Blaue Linie ist seit 20 Jahren das Rendsburger Wahrzeichen.

Die Blaue Linie ist seit 20 Jahren das Rendsburger Wahrzeichen. Ein anderes Wahrzeichen ist die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke.

Es wurde 1150 gegründet und die ersten Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1199. 30.000 Einwohner leben auf einer Gesamtfläche von 2.372 Hektar. Die Stadt ist die Hauptstadt des Landkreises Rendsburg - Eckernförde und liegt an der Kreuzung wichtiger Straßen-, Schienen- und Wasserwege. Rendsburg bildet zusammen mit den 5 angrenzenden Gemeinden ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum für fast 100.000 Menschen.

Am 10. Januar 2001 wurde eine Absichtserklärung zwischen dem Bezirk Racibórz und der Stadt Rendsburg (Deutschland) unterzeichnet, in der die Absicht bestätigt wurde, die Zusammenarbeit zwischen Schulen aus Rendsburg und dem Bezirk Racibórz fortzusetzen. Das Ergebnis der Kontakte zwischen den beiden Kommunalverwaltungen war die Unterzeichnung eines Freundschaftsabkommens zwischen dem Bezirk Racibórz und der Stadt Rendsburg am 5. Mai 2004 in Ruda (Bezirk Racibórz).
