Lübeck ist eine norddeutsche Stadt, die durch ihre einzigartige Architektur im Stil der Backsteingotik beeindruckt.
Die meisten Bauwerke stammen aus dem Mittelalter, als Lübeck die Hauptstadt der Hanse war.
Das Wahrzeichen der Stadt ist das Holstentor, ein mächtiges Backsteintor aus dem Jahr 1478,
das einst den Zugang zur Altstadt auf der Insel in der Trave schützte.
Die Marienkirche, nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut, wurde im 13.–14. Jahrhundert errichtet
und gilt als architektonisches Vorbild für viele norddeutsche und skandinavische Kirchen.
Lübeck war eines der wichtigsten Handelszentren der Hanse.
Die Stadtarchitektur und das mittelalterliche Stadtbild spiegeln ihre historische Bedeutung im Handel und in der Kultur wider.
Die Altstadt gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe und hat ihre mittelalterliche Struktur nahezu unverändert bewahrt.
Besonders bekannt ist Lübeck für seine sieben Kirchtürme, die die Silhouette der Stadt prägen – daher auch der Beiname „Stadt der sieben Türme“.
Holstentor
Das berühmte Stadttor aus dem späten 15. Jahrhundert ist das Wahrzeichen Lübecks
und eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands →
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Marienkirche (St. Marien)
Erbaut zwischen 1265 und 1351 – ein Meisterwerk der Backsteingotik und Vorbild für viele Kirchen im Ostseeraum.
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Lübecker Nobelpreisträger
Drei Nobelpreisträger stammen aus Lübeck: Thomas Mann, Günter Grass und Willy Brandt
→ Weitere Informationen hier.
Lübecker Rathaus
Gotisches Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert – eines der ältesten Rathäuser Deutschlands →
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Heiligen-Geist-Hospital
Mittelalterliches Hospital aus dem 13. Jahrhundert –
ein herausragendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik und eine der ältesten Sozialeinrichtungen Europas →
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Salzspeicher
Historische Lagerhäuser am Trave-Ufer, die über Jahrhunderte zur Salzlagerung dienten →
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Wetter in Lübeck
Lübeck – ehemalige Hauptstadt der Hanse. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Geschichte Lübecks reicht weit über ihre offizielle Gründung hinaus. Noch bevor hier eine Stadt entstand, lebten in der Region die slawischen Wagrier – ein Teilstamm der Obotriten. Ihr Hauptsiedlungsplatz war Liubice, gelegen an der Mündung der Trave in die Lübecker Bucht. Der Name Liubice, was „lieber Ort“ bedeutet, wurde zur Wurzel des späteren Stadtnamens Lübeck. Diese Siedlung war ein bedeutendes Handelszentrum, wurde jedoch im Jahr 1138 zerstört.
Kurz darauf, um 1143, gründete Graf Adolf II. von Schauenburg in der Nähe eine neue Siedlung – „Neu Lübeck“. Im Jahr 1159 übernahm Herzog Heinrich der Löwe den Ort, verlieh ihm das Stadtrecht und machte ihn zum wirtschaftlichen Zentrum der Region. Dank der günstigen Lage an der Ostsee entwickelte sich Lübeck rasch und wurde im 13. Jahrhundert zum wichtigsten Mitglied der Hanse – des mächtigen Kaufmannsbundes Nordeuropas. In dieser Zeit erhielt sie den Beinamen „Königin der Hanse“, und ihre monumentale Backsteingotik begeistert Besucher bis heute.
Nach der Blütezeit verlor Lübeck allmählich an politischem Einfluss, blieb jedoch eine wohlhabende Handelsstadt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die historische Altstadt teilweise zerstört, später jedoch sorgfältig wiederaufgebaut. Seit 1987 gehört die Altstadt von Lübeck zum UNESCO-Weltkulturerbe – sie gilt als eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Hafenstädte Europas.
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📜 Frühzeit und Mittelalter
ca. 10.–11. Jh. – slawische Siedlung Liubice, Zentrum der Wagrier.
1138 – Zerstörung von Liubice durch die Ranen von Rügen.
1143 – Gründung der neuen Siedlung durch Graf Adolf II. von Schauenburg.
1159 – Stadtrecht durch Herzog Heinrich den Löwen; Beginn des Aufstiegs Lübecks.
ca. 1226 – Lübeck erhält den Status einer „Freien Reichsstadt“.
⚓ Die Blütezeit der Hanse
13.–16. Jh. – Lübeck wird zum führenden Zentrum und zur inoffiziellen Hauptstadt der Hanse.
Bau prächtiger Kirchen, des Rathauses und der Stadttore – Vorbilder für viele Ostseestädte.
Intensiver Handel mit Skandinavien, England und den Niederlanden.
⚔️ Kriege und Niedergang der Macht
17. Jh. – Dreißigjähriger Krieg; Verlust der Vormachtstellung im Handel.
1648 – Westfälischer Friede bestätigt den Status als Freie Reichsstadt.
1806–1813 – Französische Besatzung unter Napoleon; Ende der Unabhängigkeit.
💠 19. Jahrhundert: Industrie und Wandel
1815 – Rückkehr in den Deutschen Bund als Freie Stadt.
1871 – Eingliederung in das Deutsche Kaiserreich.
Ausbau von Hafen, Eisenbahn und Schiffbauindustrie.
⚰️ 20. Jahrhundert: Krieg und Wiederaufbau
1937 – Verlust des Status als Freie Stadt, Eingliederung in Preußen.
1942 – Bombardierung durch alliierte Luftangriffe; Zerstörung von Teilen der Altstadt.
Nach 1945 – Wiederaufbau des historischen Zentrums, Zuzug von Flüchtlingen aus Ostpreußen.
1987 – Aufnahme der Altstadt in die UNESCO-Welterbeliste.
🗺️ Gegenwart
Nach 1990 – dynamische Entwicklung von Tourismus und Dienstleistungen.
Lübeck bleibt ein bedeutender Ostseehafen und kulturelles Zentrum Norddeutschlands.
Partnerstädte sind u.a. Danzig, Wismar und Visby – ehemalige Hansestädte.
🕍 Sehenswürdigkeiten und Erbe
Holstentor – das Wahrzeichen der Stadt.
Rathaus, Marienkirche, Petrikirche und Jakobikirche – Meisterwerke der Backsteingotik.
Kaufmannshäuser in der Mengstraße und die alten Salzspeicher an der Trave.
Heiligen-Geist-Hospital – eines der ältesten sozialen Bauwerke Europas.
Das Holstentor – Wahrzeichen der Hansestadt Lübeck
Das Holstentor gehört zu den bekanntesten Bauwerken Deutschlands – neben dem Brandenburger Tor und dem Kölner Dom.
Es ist das Symbol Lübecks, der ehemaligen „Königin der Hanse“, und zeugt bis heute von ihrer wirtschaftlichen Macht und Bedeutung im Mittelalter.
Im Inneren befindet sich das Museum Holstentor, das die Geschichte der Hanse, des Handels und der Kaufleute erzählt,
die Lübecks Wohlstand und Einfluss begründeten.
Geschichte und Architektur
Das Holstentor wurde zwischen 1464 und 1478 nach niederländischen Vorbildern unter der Leitung des Baumeisters Hinrich Helmstede errichtet.
Es war Teil der modernen Stadtbefestigung und verband von Anfang an repräsentative mit wehrhaften Funktionen.
Das Holstentor – Symbol der Hansestadt Lübeck
Das Tor besteht aus zwei zylindrischen Türmen mit spitzen Dächern und einem mittleren Durchgang von 8,85 m Tiefe.
Über der Torbogenöffnung steht die goldene Inschrift CONCORDIA DOMI FORIS PAX – „Eintracht im Innern, Frieden nach außen“.
Bauliche Besonderheiten
Das Tor steht auf Pfählen, die in Torf und Feuchtboden gerammt wurden.
Bereits während des Baus begann der Südturm sich zu neigen – ein Merkmal, das ihm sein unverwechselbares Aussehen verleiht.
Erst in den Jahren 1933–1934 konnte das Absacken durch Beton- und Stahlverstärkungen gestoppt werden.
Die Mauern sind bis zu 3,5 Meter stark. Die beiden Seiten unterscheiden sich deutlich:
Die Stadtseite ist reich mit Fenstern und Schmuckelementen versehen,
während die Feldseite schlicht wirkt, mit Schießscharten und Öffnungen für heiße Flüssigkeiten zur Abwehr von Angreifern.
Museum Holstentor
Im Inneren des Holstentors befindet sich das Stadtmuseum Lübeck
Seit 1950 beherbergt das Holstentor das Stadtmuseum Lübeck.
Die Ausstellung Macht des Handels („Power of Trade“) umfasst sieben thematische Räume.
Besucher erfahren hier mehr über das Leben der Hansekaufleute, ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung.
Was gibt es zu sehen?
Zu den Highlights gehören ein nachgestellter mittelalterlicher Marktplatz,
der Sitzungssaal der Ratsherren, Modelle von Handelsschiffen, Navigationsinstrumente und Werkzeuge.
Die Ausstellung vermittelt das Flair der alten Hansestadt – den Duft exotischer Gewürze, das Stimmengewirr der Händler
und sogar die Stimme des Bürgermeisters.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Fernhandelskaufleuten,
die Lübeck zu einem der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas machten.
Bedeutung und Symbolik
Architektonische Details und Symbolik des Holstentors
Das Holstentor wurde schnell zum Wahrzeichen Lübecks.
Es zierte Briefmarken, Firmenlogos (unter anderem der Marzipanhersteller)
und zwischen 1958 und 1991 sogar den 50-Mark-Schein.
In den Jahren 2004–2006 erhielt das Dach eine neue Schieferdeckung von 30 Tonnen Gewicht.
Inschriften und Verzierungen
Die heutige Inschrift Concordia domi foris pax stammt aus dem Jahr 1863.
Das Kürzel „S.P.Q.L.“ bedeutet „Senatus Populusque Lubecensis“ – „Senat und Volk von Lübeck“ –
und wurde 1871 hinzugefügt.
Charakteristisch sind auch die Terrakottafriese mit Lilien-, Distel- und Wappenmotiven,
die sich rund um die Mauern ziehen.
Das heutige Holstentor war ursprünglich das „Mittlere Holstentor“ –
Teil einer Kette von vier aufeinanderfolgenden Stadttoren,
von denen nur dieses erhalten blieb.
Dank weitsichtiger Entscheidungen und engagierter Denkmalpflege überstand es Abrisspläne
und gilt heute als das bekannteste Wahrzeichen Lübecks.
Am Holstentorplatz, auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die Altstadt,
ist es ein Pflichtziel für jeden Besucher der UNESCO-Stadt.
Rathaus Lübeck
Das Rathaus in Lübeck zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Backsteingotik in Europa.
Mit dem Bau wurde um 1230 begonnen – kurz nach der Erhebung Lübecks zur Freien Reichsstadt.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach erweitert und umgebaut, sodass sich heute Elemente
der Gotik, der Renaissance und des Barocks harmonisch vereinen.
Das Rathaus ist bis heute Sitz des Senats und des Stadtparlaments und damit das politische Herz der Hansestadt.
Die reich verzierte Fassade mit ihren Türmen erinnert an ein Märchenschloss.
Im Inneren beeindrucken Räume aus verschiedenen Epochen – jedes Zimmer erzählt ein Stück Stadtgeschichte.
Das Rathaus gehört zum UNESCO-Welterbe und steht symbolisch für die Macht und den Reichtum der Hansezeit.
Geschichte und Architektur
Fassade des Rathauses zur Marktseite
Ursprünglich diente das Rathaus als Versammlungsort des Rates und als Tuchhalle.
Im 14. Jahrhundert – während der Blütezeit der Hanse – erhielt es eine prächtige Schaufassade zur Marktseite.
Spätere Umbauten brachten Renaissance-Elemente hinzu, darunter die Loggia von 1570 und die monumentale Freitreppe
aus dem späten 16. Jahrhundert.
Im 19. Jahrhundert kamen neugotische Innenräume mit einer imposanten Haupttreppe hinzu.
Das gesamte Ensemble ist ein architektonisches Symbol der Macht und Selbstständigkeit Lübecks.
Interessante Tatsache
Das Lübecker Rathaus diente vielen anderen Hansestädten als Vorbild.
Ähnliche Fassaden entstanden in Rostock, Stralsund und sogar im polnischen Toruń (Thorn).
Repräsentationssäle und Innenräume
Der Audienzsaal im Lübecker Rathaus
Der prächtigste Raum ist der Audienzsaal – einst Gerichtssaal, heute Ort für Empfänge und Feiern.
Die Ausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert und zeigt Deckengemälde von Stefano Torelli,
die allegorische Tugenden der Stadt darstellen.
Im Westflügel befindet sich der Bürgerschaftssaal, der Sitzungssaal des Stadtparlaments,
daneben das Rote Zimmer, in dem bis heute der Senat tagt.
Galerie der Bürgermeister
Im Rathaus befindet sich eine Galerie mit Porträts von 65 Bürgermeistern aus verschiedenen Jahrhunderten.
Sie sind mit Amtsinsignien wie Schlüsseln und Symbolen der Stadt dargestellt – eine einzigartige Chronik
der Lübecker Geschichte in Gemälden.
Das Rathaus als Zentrum des städtischen Lebens
Der historische Ratskeller im Rathauskeller
Über Jahrhunderte war das Rathaus das Zentrum von Politik und Handel.
Hier fanden 43 der insgesamt 67 Hansetage statt – mehr als in jeder anderen Stadt.
In den mittelalterlichen Kellern befindet sich der Ratskeller,
eines der ältesten Gasthäuser Norddeutschlands – bis heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher.
Barrierefreiheit
Das Rathaus ist teilweise barrierefrei zugänglich.
Der Eingang zum Audienzsaal befindet sich an der Breite Straße,
und höhere Etagen können nach vorheriger Anmeldung per Aufzug erreicht werden.
Das Lübecker Rathaus, Teil des UNESCO-Welterbes, ist ein Wahrzeichen mit fast 800 Jahren Geschichte.
Es vereint architektonischen Reichtum und hanseatische Tradition und bleibt bis heute Sitz der Stadtregierung
und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt Lübeck.
Na Szlaku Orlich Gniazd
Książka podróżnicza
Na Szlaku Orlich Gniazd. Tajemnice Jury Krakowsko-Częstochowskiej
opowiada historię zamków i ich ruin leżących na turystycznym Szlaku Orlich Gniazd na południu Polski,
pomiędzy Krakowem a Częstochową. Ich malownicze położenie na wzgórzach, wśród wapiennych skał
stanowi znaczną atrakcję krajoznawczo-turystyczną.
Das Reisebuch
"Auf der Route der Adlerhorste. Geheimnisse des Krakau-Tschenstochauer Jura"
erzählt die Geschichte der Burgen und ihrer Ruinen entlang der historischen Route,
die in Südpolen zwischen Krakau und Tschenstochau verläuft.
Die meisten dieser Burgen wurden im 13. Jahrhundert errichtet und dienten der Verteidigung der Staatsgrenze.
Ihre malerische Lage inmitten von Kalksteinfelsen machte sie einst schwer zugänglich.
Die Marienkirche, erbaut zwischen 1250 und 1350, ist ein Meisterwerk der norddeutschen Backsteingotik und Vorbild für über 70 andere Kirchen im Ostseeraum. Ihre beiden Türme sind 125 Meter hoch und prägen die Silhouette der Stadt. Die Kirche gehört zum UNESCO-Welterbe der Lübecker Altstadt.
Geschichte und Bedeutung
Marienkirche vom Buddenbrookhaus aus gesehen
Die Geschichte der Kirche reicht bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. An ihrer Stelle stand zunächst eine kleine romanische Basilika. Ab 1251 begann man mit dem Bau der gotischen Backsteinkirche – ein für Norddeutschland typisches Baumaterial. Inspiriert von französischen Kathedralen wie in Reims, mussten die Baumeister den „Gotik-Stil in Backstein“ praktisch neu erfinden.
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Über Jahrhunderte war die Marienkirche die Kirche des Rates und der wohlhabenden Kaufleute – Symbol für die wachsende Bedeutung Lübecks als „Königin der Hanse“. Die Reformation brachte große Veränderungen: Schon ab 1530 fanden hier lutherische Gottesdienste statt. Im 17. und 18. Jahrhundert erhielt das Innere barocken Glanz, bevor man im 19. Jahrhundert wieder mittelalterliche Formen aufgriff.
Im März 1942 wurde die Kirche bei Luftangriffen schwer zerstört. Gewölbe stürzten ein, Orgeln und wertvolle Kunstwerke verbrannten. Im Chorraum blieben geschmolzene Glocken als stummes Mahnmal des Krieges erhalten. Der Wiederaufbau dauerte viele Jahre und wurde 1959 abgeschlossen.
Altar und Kunstwerke
Hochaltar und gotische Fresken
Mittelpunkt des Innenraums ist der monumentale Hochaltar, umgeben von gotischen Fresken und Epitaphien der Patrizierfamilien. Besonders bekannt ist das „Totentanzfenster“ – eine allegorische Darstellung des Totentanzes, die an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert und die Gleichheit aller Menschen betont.
Die Orgeln
Die monumentale Marienorgel
Die Marienorgel mit über 8.000 Pfeifen gehört zu den größten Europas. Im 20. Jahrhundert wurde sie umfassend erneuert. Ihr Klang erfüllt den Raum bei zahlreichen Konzerten und Festivals, darunter dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Die Akustik der Kirche macht jedes Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die astronomische Uhr
Astronomische Uhr mit Apostelfiguren
Zwischen 1955 und 1967 entstand eine neue astronomische Uhr, die an das Original aus dem 16. Jahrhundert anknüpft, das im Krieg zerstört wurde. Der Mechanismus zeigt nicht nur die Uhrzeit, sondern auch den Kirchenkalender, Tierkreiszeichen und Planetenbewegungen an.
Ein besonderes Highlight ist die tägliche Vorführung um 12:00 Uhr, wenn sich die Figuren der Apostel bewegen. Wie die Kirche selbst wird auch die Uhr regelmäßig restauriert und gepflegt.
Die Teufelslegende
Der kleine Teufel an der Südseite der Kirche
Mit der Kirche verbindet sich eine alte Sage: Als die Marienkirche im 13. Jahrhundert nach einem Brand wiederaufgebaut wurde, überzeugten die Bauleute den Teufel, dass hier ein Wirtshaus entstehe. Freudig half er beim Tragen der Steine – bis er die großen Fenster sah und den Betrug erkannte. Wütend wollte er die Mauern mit einem Granitblock zerstören, ließ sich aber beruhigen, als man ihm versprach, nebenan eine Schenke zu bauen. Der Stein liegt noch heute dort.
Seit 1999 sitzt auf dem Stein eine bronzene Figur des „Lübecker Teufels“, geschaffen von Rolf Goerler. Wer seine Hörner berührt, soll Glück haben – weshalb er zu den beliebtesten Fotomotiven der Besucher gehört.
Symbolik und Erbe
Die Türme der Marienkirche vom Markt aus gesehen
Die Marienkirche gilt als „Mutter der norddeutschen Backsteingotik“. Sie ist zugleich Gotteshaus, Gedächtnisstätte der Lübecker Bürgerschaft und Bühne bedeutender musikalischer Ereignisse. Gemeinsam mit den anderen Kirchen bildet sie die „Krone der Stadt“.
Veranstaltungen
In der Kirche finden Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals, Weihnachtsgottesdienste und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt. Sie ist bis heute ein lebendiges geistliches und kulturelles Zentrum der Stadt.
Die Marienkirche bildet zusammen mit dem Rathaus das Herz der Lübecker Altstadt. Ihre mächtigen Türme, kunstvollen Innenräume, die astronomische Uhr und die Teufelslegende machen sie zu einer einzigartigen Verbindung von Geschichte, Kunst und lokalen Erzählungen.
Lübecker Nobelpreisträger: Thomas Mann, Günter Grass und Willy Brandt
Beim Spaziergang durch die UNESCO-Altstadt von Lübeck spürt man, wie sich Jahrhunderte überlagern.
Die einstige Macht der Hanse – symbolisiert durch Holstentor, Marienkirche und das gotische Rathaus – ist nicht nur Kulisse.
Zwischen diesen Mauern entstanden Ideen und Werke, die das 20. Jahrhundert geprägt haben.
Drei große Persönlichkeiten stehen für Lübecks geistiges Erbe: Thomas Mann, Günter Grass und Willy Brandt.
Sie machten die Hansestadt nicht nur zu einem Symbol des Mittelalters, sondern auch zu einem Ort moderner Ideen, Literatur und Politik.
In Lübeck begegnen sich Kaufleute, Dichter und Staatsmänner – Geschichte und Gegenwart im Dialog.
Thomas Mann
Thomas Mann, Literaturnobelpreisträger 1929
Thomas Mann (1875–1955) gilt als der berühmteste Sohn Lübecks und erhielt 1929 den Nobelpreis für Literatur.
Sein Roman „Buddenbrooks“ – eine Familiensaga über den Niedergang einer Lübecker Kaufmannsdynastie – machte die Stadt weltbekannt.
Im heutigen Buddenbrookhaus lässt sich die Atmosphäre jener Epoche noch immer spüren.
Thomas Mann – Kurzbiografie
Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren und wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf.
Nach dem Tod seines Vaters zog die Familie nach München.
1901 erschien sein Debütroman „Buddenbrooks“, für den er 1929 den Nobelpreis erhielt.
Während des Nationalsozialismus emigrierte Mann in die Schweiz und später in die USA.
Er sprach sich offen gegen das NS-Regime aus und appellierte in seinen Radioreden „Deutsche Hörer!“ an das Gewissen seiner Landsleute.
Nach dem Krieg lebte er bis zu seinem Tod 1955 in der Schweiz.
Günter Grass
Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21
Günter Grass (1927–2015), Literaturnobelpreisträger von 1999, war nicht nur Schriftsteller,
sondern auch Bildhauer und Grafiker. Obwohl er in Danzig (Gdańsk) geboren wurde, blieb er Lübeck eng verbunden.
Im Günter Grass-Haus sind heute seine Manuskripte, Skulpturen und Grafiken zu sehen.
Sein berühmtestes Werk, „Die Blechtrommel“, begründete seine Weltkarriere.
Günter Grass – Kurzbiografie
Günter Grass wurde 1927 in Danzig geboren und studierte nach dem Krieg Kunst in Düsseldorf und Berlin.
Mit „Die Blechtrommel“ (1959) schrieb er einen Klassiker der Nachkriegsliteratur.
Als engagierter Intellektueller unterstützte er Willy Brandts Ostpolitik und mischte sich aktiv in gesellschaftliche Debatten ein.
1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 2015 in der Nähe von Lübeck, wo sein Erbe im Günter Grass-Haus fortlebt.
Willy Brandt
Willy-Brandt-Haus, Königstraße 21
Willy Brandt (1913–1992), Friedensnobelpreisträger von 1971, wurde in Lübeck geboren.
Als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland führte er die Ostpolitik ein – eine Politik des Dialogs und der Annäherung.
Sein Kniefall von Warschau 1970 gilt bis heute als Symbol der Versöhnung.
Das Willy-Brandt-Haus in Lübeck dokumentiert sein Leben und Wirken.
Willy Brandt – Kurzbiografie
Geboren als Herbert Frahm, emigrierte Brandt 1933 vor den Nationalsozialisten nach Norwegen.
Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück und wurde einer der wichtigsten Politiker des 20. Jahrhunderts.
Als Regierender Bürgermeister von Berlin (1957–1966) und später als Bundeskanzler (1969–1974) prägte er das Bild des modernen, demokratischen Deutschlands.
Für seine Bemühungen um Frieden und Verständigung erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis.
Bis zu seinem Tod 1992 blieb er eine Symbolfigur für Mut, Menschlichkeit und europäische Einheit.
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Wofür Lübeck noch berühmt ist
Lübeck ist nicht nur für seine historischen Bauwerke, seine Geschichte als Hansestadt oder die Spuren weltberühmter Literatur bekannt.
Die Stadt hat auch eine kulinarische Seite: Lübeck ist berühmt für Marzipan und Wein.
Seit Jahrhunderten finden in der Stadt jährlich Weihnachtsmärkte statt – viele davon mit besonderen Themen wie Märchen oder maritimer Tradition.
Lübeck ist berühmt für Marzipan
Lübeck ist berühmt für Marzipan.
Das kulinarische Wahrzeichen der Stadt ist ohne Zweifel das Lübecker Marzipan. Der Legende nach kam das Rezept bereits zur Zeit der Hanse nach Lübeck,
als Händler Mandeln aus Südeuropa und dem Nahen Osten mitbrachten. Zusammen mit Zucker und anderen Zutaten entstand eine Spezialität,
die schnell Berühmtheit erlangte und zum Markenzeichen Lübecks wurde.
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Bis heute wird traditionelles Marzipan nach strengen Qualitätsrichtlinien hergestellt.
Die besten Manufakturen – wie Niederegger – gelten als wahre kulinarische Denkmäler.
Ein Spaziergang durch die Altstadt ist nicht vollständig ohne den Besuch eines Cafés,
in dem Marzipan in zahllosen Variationen serviert wird – von klassischen Stäbchen über Torten bis hin zu Schokoladenkreationen.
Der zweite Geschmack, der eng mit Lübecks Identität verbunden ist, ist der Wein.
Obwohl Lübeck selbst nie ein Weinanbaugebiet war, spielte die Stadt seit dem Mittelalter eine zentrale Rolle im Weinhandel.
Weine aus dem Rheinland, Frankreich oder Spanien wurden hier veredelt, gelagert und in den Lübecker Kellern gereift.
So wurde die Stadt zu einem wichtigen Zentrum des norddeutschen Weinhandels.
Bis heute kann man im Ratskeller unter dem Rathaus edle Tropfen verkosten und kaufen – ein Stück gelebter Tradition.
Interessant ist, dass sowohl Marzipan als auch Wein perfekt zur hanseatischen Identität Lübecks passen.
Beide erinnern an die alten Handelsrouten und den kosmopolitischen Charakter der Stadt.
Lübeck schmeckt einzigartig – nach der Süße des Marzipans und der Tiefe des Weins, der einst Nord und Süd Europas verband.
Lübeck ist berühmt für Wein
Lübecker Rotspon
Die Geschichte Lübecks ist auch in Fässern und Flaschen geschrieben.
Schon im Mittelalter wurden hier Weine aus Südeuropa gelagert, deren Reifung unter der Aufsicht Lübecker Kaufleute den Weinen besondere Qualität verlieh.
Es war nicht nur Handel, sondern auch ein Symbol des Prestiges – der Wein aus dem Lübecker Ratskeller galt als edles Produkt,
das an Fürstenhöfen und bei politischen Treffen serviert wurde.
Heute kann man Lübecker Wein in zahlreichen Geschäften der Altstadt kaufen.
Der Ratskeller in Lübeck – mehr als nur ein Weinkeller
Im Herzen der Gewölbe befinden sich beeindruckende Zeugnisse der Geschichte,
wie das berühmte „Vulkanfass“ (Vulkanfass) aus dem Jahr 1669 – einst die größte Attraktion des Kellers und Symbol der Lübecker Weinkultur.
Heute ist der Ratskeller ein Restaurant und Ort der Weinverkostung,
in dem neben edlen Weinen auch Spezialitäten der norddeutschen Küche serviert werden.
Die gotischen Bögen und Gewölbe versetzen Besucher in die glanzvolle Zeit der Hanse.
Hier wird deutlich, wie sich Lübecks Geschichte mit dem Alltagsleben verbindet – vom Handel und der Politik bis zur Bürgerkultur und Gastronomie.
Ein Besuch im Ratskeller ist nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein kulturelles Erlebnis –
ein Muss auf jeder Lübeck-Reise, gleich nach dem Holstentor und der Marienkirche.
🎄 Weihnachtsmärkte in Lübeck
Der Lübecker Weihnachtsmarkt hat eine Tradition bis ins 17. Jahrhundert.
In der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Altstadt findet jedes Jahr ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt statt.
Er blickt auf eine lange Geschichte zurück – die ersten Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1648.
Der Markt dauert bis zum Jahresende und begleitet die gesamte Advents- und Weihnachtszeit.
In dieser festlichen Zeit voller Freude und Vorfreude liegt der Duft von Mandeln in der Luft, Glocken klingen, Schneeflocken tanzen.
Gold- und Rottöne dominieren, und die funkelnden Lichter schaffen eine märchenhafte Stimmung.
Der Lübecker Weihnachtsmarkt ist ein Erlebnis für alle Sinne – Wärme, Musik und der Zauber der Weihnacht erfüllen die Straßen.
Neben dem traditionellen Markt gibt es viele weitere Themenmärkte – unten findest du eine Übersicht.
Weihnachtsmärkte in Lübeck
Der Klassische – Weihnachtsmarkt rund um das Rathaus
Rund um das historische Rathaus von Lübeck erwartet dich der stimmungsvolle
klassische Weihnachtsmarkt – ein Ort voller Glanz, Düfte und winterlicher Magie.
Folge dem Lichterglanz, atme den Duft von gerösteten Mandeln und heißem Glühwein ein,
während die UNESCO-Altstadt die perfekte Kulisse für das festliche Treiben bildet.
Diese liebenswerte Tradition reicht bis ins Jahr 1648 zurück.
Wenn du Geduld und Entdeckergeist mitbringst, findest du hier sicher dein Lieblingsstück.
Seit vielen Jahren besuchen wir denselben Stand aus Grodno – manchmal kaufen wir dort
Bilderrahmen oder feine Radierungen. Jeder Besuch hat seinen ganz eigenen Zauber.
Der klassische Lübecker Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz – Tradition seit 1648
Anno Dazumal – Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt an der Marienkirche
Auf dem stimmungsvollen Innenhof der Marienkirche in Lübeck reist du zurück in die Zeit des
Mittelalters. Handwerker zeigen traditionelle Techniken, während Kerzenlicht und rote Sterne eine
unvergleichlich warme Atmosphäre schaffen. In historischen Gewändern führen Künstler alte Tänze
und Handwerkskünste vor – ein Erlebnis für die ganze Familie.
Wenn am Abend Musik erklingt und der Duft von Met in der Luft liegt, erwacht der
mittelalterliche Weihnachtsmarkt zu neuem Leben. Hier kannst du Geschichte, Tradition und
weihnachtliche Stimmung auf einmal genießen.
Der Wald der 1.000 Sterne – Weihnachtszauber im Herzen der Altstadt
Mitten im Herzen der Lübecker Altstadt erwartet dich der „Wald der 1.000 Sterne“ –
eine funkelnde Weihnachtswelt voller Tannenbäume, liebevoll geschmückter Holzhütten und
festlicher Düfte. Genieße eine Tasse Punsch in der gemütlichen Oase oder schicke gemeinsam
mit deinen Kindern einen Brief an den Weihnachtsmann.
Der Sternenwald ist ein besonderer Treffpunkt für Familien:
Hier laden überdachte Sitzplätze und zahlreiche kulinarische Stände zum Verweilen ein.
Glänzende Lichter, winterliche Klänge und regionale Spezialitäten schaffen
eine märchenhafte Atmosphäre, die du so schnell nicht vergisst.
Märchenwald an der Marienkirche – Weihnachtszauber für Kinder
Der Märchenwald an der Marienkirche in Lübeck ist ein echtes Highlight für kleine und große Besucher.
Zwischen festlich geschmückten Tannenbäumen stehen rund zwanzig liebevoll gestaltete Häuschen,
in denen Szenen aus den Märchen der Brüder Grimm zum Leben erwachen.
Seit über 50 Jahren begeistert diese traditionelle Ausstellung Familien aus nah und fern.
Handgefertigte Figuren, der Duft von Lebkuchen und eine kleine Kinderbahn sorgen für eine
märchenhafte Weihnachtsstimmung.
Der Märchenwald gehört zu den beliebtesten Attraktionen des Lübecker Weihnachtsmarktes
und ist ein Ort, an dem Kindheitserinnerungen lebendig werden.
Der Märchenwald an der Marienkirche zeigt Szenen aus den Märchen der Brüder Grimm.
Kunsthandwerkermarkt St. Petri – Kunst und Weihnachtstradition
Im beeindruckenden Kirchenschiff der St.-Petri-Kirche in Lübeck präsentieren Künstlerinnen und Kunsthandwerker aus ganz Deutschland
und dem Ostseeraum ihre einzigartigen Werke. Zwischen dem Duft von Punsch und Apfelglühwein funkeln die
Herrnhuter Sterne und schaffen eine festliche Atmosphäre voller Eleganz und Wärme.
Der Kunsthandwerkermarkt St. Petri gilt als einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Lübecks.
In dem lichtdurchfluteten Kirchenraum lassen sich Schmuck, Keramik, Glas- und Textilarbeiten in Ruhe bestaunen –
jedes Stück ein handgefertigtes Unikat.
Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital – Tradition und Handwerk
Der Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital ist eine echte Lübecker Institution und zählt zu den
bekanntesten Weihnachtsmärkten der Stadt. Über 80 Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren ihre Arbeiten in den
historischen Hallen des mittelalterlichen Spitals – ein faszinierendes Zusammenspiel aus Geschichte, Kunst und festlicher Stimmung.
Ob handgefertigter Schmuck, filigrane Holzarbeiten oder weihnachtliche Dekoration – jedes Stück ist ein
Unikat mit Seele. Der Markt verbindet Kultur und Gemeinsinn:
Ein Teil der Einnahmen unterstützt lokale soziale und kulturelle Projekte.
Kein Wunder, dass dieser Markt seit Jahren zu den beliebtesten Veranstaltungen in Lübeck gehört.
Kunsthandwerkermarkt Lübsche Wiehnacht
Im historischen Lagerhaus Nr. 6 am Hafen erwartet dich der Kunsthandwerkermarkt Lübsche Wiehnacht. Hier verbinden sich
liebevoll gefertigte Handwerkskunst, modernes Design und regionale Spezialitäten zu einer gemütlichen, familienfreundlichen Atmosphäre.
Genieße hausgemachte Backwaren, aromatischen Kaffee und ökologisch produzierten Glühwein – ideal für entspannte Adventsstunden.
Maritimer Weihnachtsmarkt
Auf dem Koberg-Platz im historischen Schifferquartier findet der Maritime Weihnachtsmarkt statt.
Zwischen Fischernetzen, Fässern und Riesenrad spürt man das Flair der Hafenstadt. Genieße hanseatische Spezialitäten und heißen Punsch,
während der Blick über die Lübecker Altstadt atemberaubend ist – ein perfektes Erlebnis für Familien und maritime Genießer.
Hafen Glühen
Hafen Glühen am Drehbrückenplatz bietet einen alternativen Weihnachtsmarkt mit urbanem, industriellem Charme. Neben Klassikern wie Glühwein
gibt es hier frische Fischgerichte und lokale Spezialitäten. Intime Konzerte und das stimmungsvolle Licht der Hafenanlage schaffen ein einzigartiges Erlebnis.
Wichtelwunderland
Das Wichtelwunderland auf dem Kirchhof der St. Jakobi-Kirche ist ein magisches Reich voller Elfen, Spaß und Kreativität.
Entdecke die Zwergendörfer, spiele eine Runde „Mini-Golf der Wichtel“ und entwickle deine Kreativität in den Werkstätten der kleinen Elfen.
Niederegger Weihnachtsbasar
Das Niederegger Weihnachtsbasar ist ein Marzipanparadies und seit 1806 ein Wahrzeichen Lübecks.
Der Duft von frischen Mandelbrötchen und Marzipanäpfeln erfüllt das Café in der Breiten Straße. Entdecke über 300 Marzipan-Präsente, Gebäcksorten und traditionelle Dekorationen aus dem 19. Jahrhundert.
Niederegger Weihnachtsbasar – Marzipanparadies in Lübeck
🎁 Praktische Tipps
Öffnungszeiten: Die meisten Weihnachtsmärkte sind täglich von 10:00–22:00 Uhr geöffnet (aktuelle Informationen auf der Webseite der Stadt prüfen).
Christbaum für 1 €: Eine Tradition, die Einheimische und Touristen begeistert – der symbolische Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz.
Anreise: Lübeck ist gut erreichbar. Ideal ist die Fortbewegung zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Einkäufe: Bargeld mitbringen – nicht alle Stände akzeptieren Karten. Perfekt für einzigartige Geschenke und regionale Leckereien.
Heiligen-Geist-Hospital in Lübeck – Ein Zeugnis mittelalterlicher Wohltätigkeit
Im Herzen der Hansestadt Lübeck, am Koberg-Platz, erhebt sich der imposante Komplex der Backstein-Architektur – das Heiligen-Geist-Hospital. Es ist nicht nur eine der ältesten funktionierenden Sozialeinrichtungen der Welt, sondern auch ein herausragendes Denkmal der norddeutschen Gotik. Seit dem späten 13. Jahrhundert vereint es Spiritualität, Nächstenliebe und die praktische Fürsorge für die Armen, Kranken und Älteren der Stadt.
Geschichte und Architektur
Die monumentale Fassade mit den drei Giebeln und vier Türmchen ist eines der Wahrzeichen Lübecks.
Die Stiftung des Heiligen-Geist-Hospitals wurde zwischen 1260 und 1286 auf Initiative reicher Lübecker Kaufleute und Ratsherren, unterstützt durch den Stadtrat, gegründet. Ziel war es, „weniger Beglückten“ – Armen, Kranken und Senioren – Obdach und Pflege zu bieten. Im Austausch für Gebete für die Seelen der Stifter erhielten sie Unterkunft, Verpflegung und geistliche Betreuung.
Das ehemalige Hospital im Stil der Backsteingotik
Der Komplex wurde in der für die norddeutsche Gotik charakteristischen Form errichtet. Er besteht aus einer dreischiffigen Kirche, einem langen, schmalen Wohngebäude, dem sogenannten „Langhaus“, und Wirtschaftsgebäuden. Das Innere von Kirche und Wohnsaal bildet ein T – eine symbolische Verbindung von Gebet und täglicher Sorge um den Menschen.
Im 14. Jahrhundert wurde ein farbenprächtiger Lettner mit einem Zyklus von 23 bemalten Tafeln hinzugefügt, die das Leben der Heiligen Elisabeth, der Schutzpatronin der Armen, darstellen. Es ist eines der ältesten Tafelbilderwerke in Norddeutschland. Das Innere ist zudem mit zahlreichen Wandmalereien und Altären geschmückt, die größtenteils bis heute erhalten sind.
Alltag und soziale Bedeutung
Der Innenraum des Langhauses mit den erhaltenen Kabäuschen – den ehemaligen Wohnstätten der Senioren.
Die Hospitalbewohner verpflichteten sich zu einem Leben in Armut, Gehorsam und Keuschheit sowie zum siebenmal täglichen Gebet für ihre Stifter. Im Gegenzug erhielten sie Verpflegung, Kleidung und medizinische Versorgung. Ab dem 17. Jahrhundert standen ihnen auch acht Bäder pro Jahr zu – ein seltener Luxus in jener Zeit.
Die Kabäuschen und das tägliche Leben im Hospital
Anfangs schliefen die Kranken und Alten in zwei offenen Reihen von Betten – Frauen und Männer getrennt. Im Jahr 1820 wurde der Raum umgebaut, indem hölzerne Kabinen, die sogenannten Kabäuschen, eingebaut wurden. Jede war nur sechs Quadratmeter groß, bot aber ein gewisses Maß an Privatsphäre. Die letzten Bewohner zogen erst im Jahr 1970 aus.
Die tägliche Ration umfasste bis zu acht Liter des sogenannten Dünnbieres, das in den Kellern des Hospitals gebraut wurde. Das Getränk war sicherer als Wasser und ein wichtiger Bestandteil der mittelalterlichen Ernährung. Manchmal landete der Überschuss an Bier jedoch heimlich auf dem Markt – für einen kleinen Nebenverdienst und zur Auflockerung des Alltags.
Heutige Nutzung und Traditionen
In der Adventszeit verwandelt sich das Hospital in einen der stimmungsvollsten Orte Lübecks.
Obwohl seit dem Mittelalter Jahrhunderte vergangen sind, dient das Heiligen-Geist-Hospital den Bürgern weiterhin. Ein Teil der Gebäude beherbergt ein modernes Pflegeheim, die übrigen Teile sind Museum und kultureller Raum. Die restaurierten Innenräume mit der erhaltenen Einrichtung erlauben einen Einblick in den Alltag der früheren Bewohner.
Vom Museum zum Kunsthandwerk-Markt
Jedes Jahr in der Adventszeit findet im Hospital der berühmte Kunsthandwerkermarkt statt, der vom Deutschen Frauenring organisiert wird. Über 150 Künstler und Handwerker aus ganz Europa präsentieren ihre Werke in der historischen Halle und in den ehemaligen Kabäuschen der Bewohner. Dies ist eine der atmosphärischsten Veranstaltungen in der „Weihnachtsstadt des Nordens“.
Über allem thront der Klang der 18 Bronzeglocken im Hospitalturm. Ihre Melodien – von Haydn bis zu Volksliedern – erklingen fünf Minuten vor jeder vollen Stunde und erinnern an die alten Zeiten, als Gebet und Glockenklang den Rhythmus des Tages bestimmten.
Das Heiligen-Geist-Hospital in Lübeck ist ein außergewöhnliches Zeugnis mittelalterlicher Philanthropie und Spiritualität. Seit über siebenhundert Jahren verbindet dieser Ort die Fürsorge für den Menschen mit kulturellem Reichtum und Kunst. Seine Mauern erzählen weiterhin von Barmherzigkeit, Glauben und dem Alltag der Menschen, die hier Zuflucht suchten. Heute ist das Hospital nicht nur ein Denkmal, sondern ein lebendiger Teil der Stadt – ein Raum der Begegnung von Geschichte und Gegenwart.
Die Lübecker Altstadt – Umflossen von der Trave und Geschichte
Die Trave umfließt die Lübecker Altstadt und bildet so die einzigartige Insel, auf der das Herz dieser Hansestadt entstand. Fast das ganze Jahr über verkehren zahlreiche Ausflugsschiffe auf ihr, Restaurants und Cafés liegen am Ufer vor Anker. Auf dem Wasser trifft man auch auf Wassersportler. Die Trave ist zudem Schauplatz vieler Veranstaltungen.
Die Salzspeicher – Symbol des Reichtums der Hanse
Die Salzspeicher – ein Ensemble von Backsteinspeichern aus den Jahren 1579–1745.
Direkt an der Obertrave, unmittelbar neben dem Holstentor, stehen die berühmten Salzspeicher. Sie wurden in den Jahren 1579–1745 errichtet und bilden ein einzigartiges Ensemble von Speicherhäusern im Stil der Backsteinrenaissance.
Mehr über die Geschichte der Salzspeicher
Bis 1839 gehörte der Speichergiebel, der dem Tor am nächsten liegt, zur Saline Oldesloe. Davon zeugt ein in Ziegelstein ausgeführter Relief auf der Fassade des Gebäudes.
Ursprünglich dienten diese Gebäude zur Lagerung von Salz, das über die Alte Salzstraße aus Lüneburg, später auch über den Stecknitz-Kanal und aus der Saline Oldesloe über die Trave mit Lastkähnen nach Lübeck transportiert wurde.
Dieses Salz wurde von Lübeck aus nach ganz Skandinavien exportiert und bildete die Grundlage des damaligen Reichtums der Stadt. Es wurde hauptsächlich zur Konservierung von Fisch genutzt, der in Norwegen und Schonen gefangen wurde, was den Heringshandel als Fastenspeise ins Binnenland ermöglichte. Die Lage am ältesten Lübecker Übergang, der Holstenbrücke, markierte im Mittelalter die Grenze zwischen dem Seehafen und dem Binnenhafen, der über den Stecknitz-Kanal eine Verbindung zur Elbe besaß.
Die Lübecker Salzspeicher dienten auch als Filmkulisse für Friedrich Wilhelm Murnaus Film „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“, wo sie das Haus des Vampirs darstellten. Heute werden die Gebäude von einem Bekleidungskaufhaus genutzt.
St. Petri zu Lübeck – Kirche des Dialogs und der Kultur
Die St. Petri Kirche in Lübeck ist eine Kirche der Kultur und des Dialogs. Von ihrem Turm aus bietet sich ein Panoramablick auf das Holstentor und das Rathaus. Im Advent findet hier ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt statt.
Von der Aussichtsplattform aus bietet sich ein Panorama der Altstadt: das Holstentor, das Rathaus und die roten Dächer der Hansehäuser sind sichtbar.
Die St. Petri Kirche in Lübeck (St. Petri zu Lübeck) ist ein einzigartiger Raum, in dem Religion auf Kultur, Wissenschaft und Kunst trifft. Sie ist keine traditionelle Pfarrkirche, sondern ein offenes Kirchenlabor – ein Ort für Experimente mit Ritual, Musik, Kunst und Wort.
Die heutige Funktion von St. Petri
St. Petri dient heute als Kulturkirche und als universitäres Zentrum für Dialog. Hier finden Ausstellungen internationaler Kunst, Konzerte zeitgenössischer Musik, wissenschaftliche Tagungen, Lesungen und Performances statt. Die Kirche steht symbolisch im Herzen Lübecks, an den Grenzen zwischen Glauben und Wissen, Tradition und Moderne.
Der hohe Turm von St. Petri ist eine der schönsten Aussichtsplattformen der Stadt. Von der Terrasse aus bietet sich ein Panorama der Lübecker Altstadt – man sieht das Holstentor, das Rathaus und die roten Dächer der Hansehäuser. Es ist der beste Ort, um die einzigartige Struktur der mittelalterlichen Lübecker Insel zu erfassen.
In der Adventszeit erstrahlt um St. Petri herum ein Weihnachtsmarkt, einer der malerischsten in Lübeck – duftend nach Zimt, Mandeln und der Geschichte der Stadt.
Der Fluss Trave – Lebensader der Hansestadt
Die Trave umfließt ruhig die Altstadt.
Die Trave ist ein malerischer Fluss von etwa 124 Kilometern Länge. Ihre Quellen liegen in der Nähe des Dorfes Gießelrade, südwestlich von Lübeck. Die Trave endet ihren Lauf in Travemünde, wo sie in die Lübecker Bucht der Ostsee mündet. Ihre Ufer waren über Jahrhunderte ein wichtiger Handels- und Transportweg – über sie wurden Waren zum Hafen in Lübeck transportiert, wodurch die Stadt mit der Ostsee und Nordeuropa verbunden war.
Slawische Ursprünge und heutige Bedeutung
Der alte, slawische Name des Flusses – Trawna – erinnert an die Zeit, als dieses Land von den Wagriern bewohnt wurde und im Trave-Tal die slawische Burg Liubice – der Vorgänger des heutigen Lübeck – existierte.
Heute ist die Trave nicht nur ein Landschaftselement, sondern auch ein Symbol der Stadt – sie umfließt ruhig die historische Altstadt und spiegelt die Türme der Lübecker Kirchen und die Hanse-Speicher im Wasser wider.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Sehenswürdigkeiten dieser außergewöhnlichen Stadt.
Ich habe noch nicht über die Lübecker Theater und Museen gesprochen.
Auch die engen Gassen und Gänge bergen einen einzigartigen Charme und eine reiche Geschichte.
Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass Lübeck auch eine moderne Stadt ist – mit einer Konzerthalle und beeindruckenden technischen Einrichtungen.
Fortsetzung folgt...